Zubehör

Nähtipps für Anfänger

Wenn man Nähanfänger ist, sind die kleinsten Nähprojekte die größten Herausforderungen: Gerade Ecken und Kanten? Exakte Stoffzuschnitte? Einheitliche Nähte? Alles unglaublich kompliziert!

Ich habe diesen Blogartikel von Caroline gefunden, der ein paar sehr hilfreiche Tipps für Nähanfänger gibt. Das Wichtigste fasse ich nun für euch zusammen und ergänze noch ein wenig:

1.      Ganz wichtig: Bügeln!

Das hab ich schon in meinem ersten Nähkurs gelernt: Bügeln ist das A und O für sauberes Nähen. Daher versuche ich mich auch immer daran zu halten. Auch wenn es etwas mehr Zeit kostet und das Bügeleisen nicht immer bei der Hand ist. Es muss sein. Die Nähte werden sauberer, wenn der Stoff glatt durch die Nähmaschine geführt wird.

Bügeln

Bügeln ist unverzichtbar für sauberes Nähen.

Reicht einfaches Bügeln nicht aus, dann durchaus mal Dampf anschalten oder den Stoff mit etwas Wasser besprühen und dann erneut bügeln.

Glaubt mir, eure Werke sehen so viel besser aus!

2.      Einlagen sind da I-Tüpfelchen

Damit habe ich (noch) wenig Erfahrung. Gemeint sind hier zum Beispiel Bügelvlies oder Füllwatte. Mit Hilfe solcher Einlagen sollen die Projekte dann noch stabiler und vor allem professioneller aussehen. Das werde ich mal testen und euch berichten!

3.      Benutzt Stecknadeln

Klingt logisch, oder? Stecknadeln sind unverzichtbare Helfer für jedes Projekt. Sie sind die dritte, vierte und fünfte Hand beim Nähen. Man muss sich auf so vieles konzentrieren – dass der Stoff gerade läuft, die Nähmaschine gleichmäßig bedient wird und man dem Schnittmuster genau folgt – da kann man unmöglich auch noch alle Stoffteile akkurat mit den Händen fixieren (ohne sich in die Hand zu nähen). Also: Immer schön alles feststecken.

Nähtipp: Stecknadeln

Die dritte Hand beim Nähen: Stecknadeln

4.      Investiert in einen Rollschneider, eine Schneideunterlage und ein ordentliches Lineal

Oh ja, alle drei Dinge haben sich nach und nach in meinen Besitz geschlichen. Und ich möchte nicht mehr darauf verzichten. Gerade für kleine Zuschnitte sind diese Helfer toll. Die Schnitte werden gerader, Schablonen werden schneller und einfacher übertragen, man kann mehrere Stoffe gleichzeitig zuschneiden und die Unterlage schützt natürlich auch noch den Tisch.

Zubehör

Das richtige Zubehör erleichtert das Nähen ungemein.

Ein Tipp von Caroline: Wenn sie mehrere Teile in einer Größe braucht, schneidet sie ein Teil exakt zu und bügelt es. Dann legt sie es als Schablone über mehrere Lagen Stoff und schneiden die anderen an den Kanten entlang mit dem Rollschneider aus. Dabei legt sie das Lineal als Stütze an die Kanten – damit sie nicht ausversehen in die Schablone schneidet.

5.      Fertigt euch Schablonen an

Wenn ihr irgendwo eine Nähanleitung findet und wisst, dass ihr das Projekt bestimmt öfters nähen werdet (z.B. Handytaschen oder Lesezeichen), dann fertigt euch eine Schablone mit den Maßen an. Somit müsst ihr nicht jedes Mal nach den Maßen überlegen, sondern könnt gleich mit dem Zuschneiden und Nähen beginnen.

Schablonen helfen, wenn ihr die Teile mehrfach nähen wollt.

Schablonen helfen, wenn ihr die Teile mehrfach nähen wollt.

6.      Näht langsam und gleichmäßig

Beim Nähen solltet ihr immer darauf achten, den Druck auf dem Pedal gleichmäßig zu halten, damit die Geschwindigkeit in einem Tempo bleibt. Somit werden die Nähte einheitlich und gerade. Vergewissert euch, dass die Nadel im Stoff steckt (dreht die Nadel einfach per Hand herunter) und tretet dann erst auf das Pedal. Mit der Zeit kommt es von ganz allein, dass ihr immer mit dem gleichen Druck näht. Und dann ist es wie mit dem Fahrradfahren, man verlernt es nicht wieder.

7.      Spart nicht am Faden

Wer spart, näht zweimal… Billiger Faden führt oft dazu, dass er reist, Nähte unregelmäßig werden oder sich der Faden verknotet. Also ruhig ein paar Cent mehr investieren.

8.      Schneidet die Ecken und Nahtzugaben ein

Wenn ihr Teile auf links näht, um sie später zu wenden, dann achtet vor dem Wenden darauf, dass die Ecken eingeschnitten werden. Auch die Nahtzugabe immer zurück schneiden. Das führt dann nach dem Wenden dazu, dass ihr die Ecken schön umstülpen könnt und sie auch wirklich eine eckige Form haben.

9.     Näht den Boden einer Tasche

Beim Nähen des Clip-Portemonnaies bin ich das erste Mal darauf gestoßen: Wie bekommt man den Boden einer Tasche hin? Hier habe ich eine verständliche Anleitung gefunden.

Ecken umknicken, gerade absteppen und überschüssigen Rest abschneiden.

Ecken umknicken, gerade absteppen und überschüssigen Rest abschneiden.

10.  Absteppen

Wenn ihr eure Projekte auf links näht und dann wendet, habt ihr noch eine Wendeöffnung. Diese könnt ihr entweder mit einer unsichtbaren Naht verschließen oder absteppen. Das heißt, ihr steppt eng an der Kante eine Naht und verschließt dadurch automatisch die Öffnung.

Tipps von Kangashona:

11.  Versäubern

Wenn ihr zwei Stofflacken vernäht, zum Beispiel für eine Tasche, dann bleibt nach dem Zurückschneiden der Nahtzugabe Stoff neben der Naht stehen. Das ist ja logisch. Aber wenn ihr nun immer wieder, zum Beispiel bei einer Handytasche, mit dieser Stoffkante in Berührung kommt, dann kann es passieren, dass der Stoff ausfranzt. Dann habt ihr ständig Stofffusseln in der Tasche und irgendwann kann auch die Naht reisen. Deswegen empfehle ich immer, die Stoffkanten zu versäubern. Wenn ihr keine Overlockmaschine habt, die das automatisch erledigt, dann gibt es einen einfachen Trick: Stellt einen Zick-Zack-Stich bei eurer Maschine ein und achtet beim Nähen darauf, dass die Nadel abwechselnd in den Stoff und daneben eintaucht. Somit wird der Stoff von dem Faden umsäumt und ordentlich versäubert.


Naht versäubern und Ecken abschneiden.

 

12.  Fragt Mutti

Oder auch Oma. Wenn ihr gerade mit dem Nähen anfangt, dann testet erstmal, ob es überhaupt was für euch ist. Die erste Anlaufstelle ist meistens die eigene Familie. Da gibt es bestimmt eine ungenutzte Nähmaschine im Keller oder zumindest Zubehör, das man prima benutzen kann. Faden, Knöpfe, Stoffschere oder Schneiderkreide – das muss nicht alles neu gekauft werden.
13.  Stoffschere niemals verleihen!

Eine ordentliche Stoffschere ist sehr wichtig. Sie gleitet durch den Stoff ohne sich zu verheddern oder den Stoff auszufransen. Mir wurde beim Kauf gesagt, dass ich sie hüten soll und ja kein anderes Material damit schneiden soll, außer Stoff. Und ich soll sie auch so wenig wie möglich anderen Leuten geben. Denn die Schwere würde dann stumpf. Geht mal zu IKEA und schneidet mit den Scheren dort, dann glaubt ihr diesem Rat.



Wenn mir weitere Tipps einfallen, dann ergänze ich sie an dieser Stelle. Ich freue mich aber auch über Kommentare von euch!

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